Universität Regensburg Trenner Fakultät Chemie
Institut für Analytische Chemie,
Chemo- und Biosensorik

NEWS:

Die Alexander-von-Humboldt Stiftung hat ein Georg-Foster-Forschungsstipendium für Postdoctorale Forschung an Frau Dr. Nongnoot Wongkaew von der King Mongkut’s University Thonburi, Thailand, vergeben.

1. Preis für Stefanie Kirschbaum beim 8. Interdisziplinären Doktorandenseminar des GDCh-Arbeitskreises Analytische Chemie 2014 in Berlin.

Willkommen am

Institut für Analytische Chemie,

Chemo- und Biosensorik

der Universität Regensburg.

Wir bilden eines der größten Institute für Analytische Chemie im deutschen Sprachraum, forschen in vielen Bereichen der analytischen und bioanalytischen Chemie, und setzen dazu Methoden der optischen, elektrochemischen, massenspektrometrischen, radiometrischen und impedimetrischen Analytik und der Grenzflächen(bio)chemie ein. Ziel sind neue analytische und sensorische Verfahren, vorwiegend für bioanalytische Fragestellungen.

Wir bieten ein umfangreiches Lehrangebot im Bachelorstudium und einen Schwerpunkt "Bioanalytische Chemie" im Masterstudium. Dort erlernen unsere Studenten die Grundlagen moderner bioanalytischer Verfahren, der Biosensorik, der Array-Technologien und des Screenings. Wir koordinieren das EU-Projekt "Chemical Bioanalysis" (CHEBANA) mit 12 Partnerorganisationen in ganz Europa. Wir sind zudem integriert in das Graduiertenkolleg "Elektronische Eigenschaften von Nanostrukturen auf Kohlenstoff-Basis", in deren Rahmen wir an neuen bioanalytischen Verfahren unter Einsatz ungewöhnlicher Kohlenstoffmaterialien forschen. Unser Lehrangebot macht somit ein Studium der Chemie in Regensburg (früher Reichsstadt, heute Weltkulturerbe) sehr attraktiv und eröffnet unseren Absolventen beste Berufschancen.

Auch in der Forschung sind wir vorwiegend auf bioanalytische Methoden ausgerichtet. Dazu gehören neue Verfahren der enzymatischen, immunologischen und zellulären Analytik ebenso wie die Entwicklung optischer Sensoren bzw. neuer bildgebender Verfahren (vor allem für Sauerstoff), oft zusammen mit Partnern aus der medizinischen Fakultät. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Untersuchungen mit Hilfe von mikrofluidischen und elektrophoretischen Systemen, die in Kombination mit miniaturisierten Detektoren und vor allem der Massenspektrometrie eingesetzt werden. Elektroanalytische Forschungsthemen konzentrieren sich auf die elektrochemische Rastermikroskopie (SECM) und die Entwicklung von Kopplungsmethoden Elektrochemie – Kapillarelektrophorese – Massenspektrometrie sowie deren Anwendung für bioanalytische Untersuchungen. Impedimetrische und piezoeletrische Signalwandler werden wiederum eingesetzt, um Biosensoren unter Verwendung lebender Zellen zu erhalten, z. B. für Cytotoxizitäts- oder Wirkstoffprüfungen neuer Substanzen. Mit Hilfe der Oberflächen-Plasmonen-Resonanz (SPR) untersuchen wir die Wechselwirkung von Liganden mit Rezeptoren, aber auch die Reaktion von Zellen auf chemische, biologische oder physikalische Stimuli. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Untersuchungen an und mit einzelnen Enzymmolekülen in Femtoliter-Volumina sowie der Einsatz neuer Materialien wie z. B. von Nanokristallen, die IR-Licht in sichtbare Lumineszenz umwandeln können und als Proteinmarker dienen.

Unsere Publikationen erscheinen in durchwegs sehr hochrangigen Journalen. Die Professoren des Instituts sind in den Herausgebergremien verschiedener Journale tätig, z. B. der Angewandten Chemie, und die Springer-Buchserie Bioanalytical Reviews wird von zwei Professoren des Instituts herausgegeben.

Unsere Forschung wird von der DFG, der Humboldt-Stiftung, dem DAAD, der EU und anderen Einrichtungen (z. B. dem Sensor-Cluster Bayern) gefördert. Zusammen mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe "Sensormaterialien" in Regensburg entwickeln wir außerdem neue Ansätze für die Nano-(Bio)sensorik und für industrielle Sensoren. Somit bieten wir unseren Doktoranden und Postdoktoranden ausgezeichnete Rahmenbedingungen für ihre Forschung. Ihre Anfragen zu unserem Lehrangebot und unserer Forschung beantworten wir gerne.


© 2008, Thomas Hirsch, Gisela Emmert.